BER DROps-Verfahren
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Das BER DROps-Verfahren

Vorschlag zum aktiven Lärmschutz für die Anrainergemeinden des BER
und zur Erhöhung der Flugsicherheit

Mit einem klugen Betriebsverfahren ist nicht nur nach Ansicht des damaligen Ministerpräsidenten, Herrn Platzeck bei zwei Start- und Landebahnen zu erreichen, daß außerhalb der Stoßzeiten Menschen, die unter den Flugrouten der einen Bahn leben, Ruhe bekommen, weil nur die andere genutzt wird.

Das BER Drops-Verfahren ist ein solches Betriebsverfahren, das dazu beitragen soll, keinen anderen mehr als nach den Umständen unvermeidbar durch den Flugbetrieb des BER zu belästigten. Außerdem würde es das Kollisionspotential senken und dabei sowohl die planfestgestellte Kapazität als auch die wirtschaftliche Perspektive des BER nicht beeinträchtigen. Zahlreiche Diskussionen mit Anrainern des BER und damit verbundene Anregungen widerspiegeln sich in diesem Betriebsverfahren. Es wurde zur 90. Sitzung der Fluglärmkommission eingereicht und danach noch weiter optimiert. In folgender PowerPoint Präsentation finden Sie die Details:

 

Sie können den Vorschlag auch als PDF-Datei herunterladen: BER DROps-Verfahren herunterladen

DROps steht für Dedicated Runway Operations, deutsch: zugeordneter Betrieb der Pisten (dediziert).

Eine echte Option für BER – entmischter unabhängiger Betrieb der Pisten

Wildau beantragte zur 81. Sitzung der FLK die Prüfung des entmischten unabhängigen Parallelflugbetriebes. Dazu hatte der Verein GegenLärm e.V. Wildau das BB-Modell vorgestellt, Es stieß zunächst jedoch auf mehrheitliche Ablehnung. Die FLK erkannte, daß dieses Modell den Lärmteppich zwar beachtlich verkleinert, aber die Belastung für die darunter verbleibenden Menschen unzumutbar verdoppelt. Breite Zustimmung gab es erst, als der Antrag Wildaus mit der wechselnden Pistennutzung verknüpft wurde. Das BER DROps-Verfahren erfüllt diese Vorgabe der FLK im Rahmen der für BER festgelegten Flugverfahren. Es wurde nach dem Vorbild London-Heathrows entwickelt. Folgendes Video zeigt, wie der entmischte Parallelflugbetrieb mit wechselnder Widmung der Pisten auf einem der effizientesten Flughäfen der Welt gehandhabt wird. (siehe auch Testbetrieb operationeller Freiräume - Abschlußbericht (engl.), Künftige Anwendung operationeller Freiräume - Zusatzbericht (engl.))

 

Wie kann es weitergehen?

  • Zuerst sollte die grundsätzliche Umsetzbarkeit des BER DROps-Verfahrens bestätigt werden, um 360.000 Flugbewegungen p.a. mit möglichst geringer Belästigung der Anrainer bewältigen zu können.
  • Als nächstes würde das Landesamt für Umwelt die Anzahl der Betroffenen in 1 dB-Schritten ermitteln. Dafür muß ein modifiziertes Datenerfassungssystem (DES) erstellt werden.
  • Abschließend erfolgt eine lärmfachliche Bewertung des unabhängigen entmischten Parallelflugbetriebes (DROps / ICAO Doc 9643 – segregated parallel operations) und mögliche Verbesserungen werden beraten.

Die Beschlüsse des Brandenburgischen Landtages vom 01.09.2011 sowie der FLK vom 12. Mai 2014 bieten dafür die Grundlage. Während der Sanierung der Nordbahn war zu erleben, welche Änderung der Fluglärmbelastung sich einstellt, wenn nur auf der Südbahn gestartet oder gelandet wird.

Ergänzend kann gemischter Parallelflugbetrieb immer dann durchgeführt werden, wenn die Spitzenlast für das BER DROps-Verfahren auf einer der beiden Pisten überschritten wird und auf der anderen noch Kapazität sowohl für An- als auch für Abflüge zur Verfügung steht. Sogar die kurzen Abflugverfahren bei Betriebsrichtung Ost sind ohne potentielle Konflikte nutzbar, sofern Piloten sie anfragen und es die Verkehrslage bei den Anflügen erlaubt. Der Planfeststellungsbeschluß schließt dies für den Flughafen Berlin Brandenburg nicht aus.

Stand: 07.03.2016

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